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2021

JURA „VOM OBEREN AQUÄDUKT”

 

AKTUELLES

THE HATEFUL EIGHT!

 

Am 7.3.2021 erblickten 8 gesunde und schön gezeichnete Welpen das Licht der Welt!

 

Die Geburt dauerte 4,5 Stunden und die 2 Rüden / 6 Hündinnen haben ein Durchschnittsgewicht von 394 Gramm.

Lupa kümmert sich fantastisch um den Nachwuchs. Horrido!

WURFANKÜNDIGUNG:MÄRZ 2021

 

Igor von Gisibach & Lupa von Runggaletsch

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DER LAUFHUND

Der Schweizer Laufhund ist eine von der Fédération Cynologique Internationale (FCI) anerkannte Hunderasse aus der Schweiz. Die Rasse beinhaltet vier unterschiedliche Farbschläge: den Berner (weiß mit schwarzen Flecken oder einem schwarzen Sattel), den Jura (lohfarben mit schwarzem Sattel), den Luzerner (blau gesprenkelt mit schwarzen Flecken oder einem schwarzen Sattel) und den Schwyzer Laufhund (weiß mit orangen Flecken oder einem orangen Sattel).

Der Schweizer Laufhund gehört zur FCI Gruppe 6 (Lauf- und Schweißhunde). Er ist ein Hund mittlerer Größe, sein leicht gestreckter Körperbau vermittelt den Eindruck von Kraft und Ausdauer. Der trockene Kopf mit langem Fang und sehr langem Behang verleiht ihm einen Ausdruck von Adel. Das Haarkleid ist glatt, kurz und dicht, am Kopf und Behang sehr fein. Die Schulterhöhe darf beim Rüden 49 bis 59 cm und bei der Hündin um je 2 cm weniger betragen (keine Toleranz). Sein Wesen kann mit lebhaft und passioniert für die Jagd, dabei leicht zu führen, anhänglich und empfindsam charakterisiert werden. 

Bereits die Kelten, die von den britischen Inseln und der iberischen Halbinsel ganz Mitteleuropa bis fast zum Schwarzen Meer besiedelten, jagten mit Hundemeuten von Tieren mittlerer Größe und hängenden Ohren, die während der Jagd bellten, das Wild aufstöberten und es verfolgten, bis es von den Jägern erlegt werden konnte: Eine Beschreibung die dem Schweizer Laufhund sehr nahekommt.

Im späteren Mittelalter waren Schweizer Laufhunde weit über die Landesgrenzen hinaus äußerst begehrt. Im 18. Jahrhundert gelangten viele Schweizer Laufhunde nach Frankreich, wo sie sich einen exzellenten Ruf erarbeiteten. Diverse Laufhunde waren vor der Französischen Revolution beliebte Meutehunde, die für die Jagd auf Wildschweine verwendet wurde. Die Revolution haben aber nur wenige Tiere überlebt. Züchter in der Schweiz haben sich dann der Aufgabe angenommen, diese Rasse fortzuführen oder vielmehr neu zu schaffen. Oft wurden Laufhunde aus Frankreich mit Schweizer Beständen gekreuzt. Die Ähnlichkeiten sind bis heute unverkennbar. Zum Beispiel ähneln der „Petit Bleu de Gascogne“ und der „Luzerner Laufhund“ einander sehr.


Im Jahre 1882 wurde für jede der damals noch fünf Varietäten des Schweizer Laufhundes ein Standard erstellt. Im Jahre 1909 wurden diese Standards überarbeitet, wobei man das vollständige Verschwinden des Thurgauer Laufhundes erkannte. Im Jänner 1933 wurde ein einheitlicher Standard für alle 4 heute vorkommenden Varietäten festgelegt. 

Weitere Information über Jagd, Ausbildung, Internationale Ausstellungen und Verein in Österreich finden Sie bitte auf der Webseite www.laufhund.at oder auf Facebook „Klub für Schweizer Laufhunde Österreich“.

Quellen: Rasseportrait „Die Schweizer Laufhunde“ Stefan Burkhart; „Schweizer Laufhunde“ Wolfgang Schirmer; FCI Standard 59.

 
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HALTUNG &

FÜTTERUNG

Die Hunde leben mit uns im Familienverband und nutzen dabei Haus und Garten. Tiergesundheit, Pflege, täglich ausreichende Bewegung, wöchentliches Üben und Jagen sind für unsere Tiere selbstverständlich. Gejagt wird für auf Rehwild, Schwarzwild, Hase und Fuchs.

Die Fütterung besteht aus 2x täglich Trockenfutter, gelegentlich rohes Rind- oder Wildfleisch.

 

JAGDLICHE

PRÜFUNG

Prüfungen im Rahmen der Österreichischen Prüfungsordnung für Bracken (BPO, Laufhunde der FCI Gruppe 6, Sektion 1, Bracken – Solo) des ÖJGV:

Lupa von Runggaletsch:

Anlagenprüfung Brackiernoten 3/2/2/3/3

GP 2o Platz 307 Punkte, 2019

GP 1a Platz 400 Punkte, 2020

 

INTERNATIONALE

HUNDEAUSSTELLUNGEN

LUPA VON RUNGGALETSCH

  • Österr. Juniorchampion

  • Alpensieger

  • Ausstellungssieger

  • European Winner

  • Österr. Champion

  • Internat. Schönheitschampion C.I.B.

  • Internat. Ausstellungschampion C.I.E. 

 
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IGOR VON

GISIBACH

ZUCHT

Unsere Zuchthündin „Lupa von Runggaletsch“, gewölft im Januar 2018 stammt aus der Runggaletsch-Linie von Fritz Keller, Graubünden Schweiz.

Lupa ist eine kluge sensible Hündin mit einer Widerristhöhe von 56cm, und je nach Saison einem Körpergewicht von ca. 21kg. Gejagt wird mit ihr auf Rehwild, Schwarzwild, Hase und Fuchs.

Lupas Mutter „Gioia von Runggaletsch“ ist ebenfalls Internationaler Schönheitschampion C.I.B. und eine erfahrene Jagdhündin auf Hase. Der Vater „Looki von Closel de la Cure“ (Züchter Jean-Michel Magnenat) geht hauptsächlich auf Hase zur Jagd und war Alpensieger 2019.

 

Der Zuchtrüde für Lupa ist „Igor von Gisibach“ (Züchter Paul Annen) aus Schwyz, Schweiz mit einer Widerristhöhe von 55cm und 23kg Körpergewicht. Igor wird von seinem Besitzer auf Reh, Hase, Sauen und Rotwild geschnallt.

 

Alle unsere Welpenkäufer werden mit Rat und Unterstützung weiterhin von uns betreut.

LUPA VON

RUNGGALETSCH

 

PRÄGUNG

Nach einer ausreichenden Ruhe und Säugephase in der Wurfbox, ständiger tierärztlichen Kontrolle beginnt für die Welpen die Entdeckungsreise. Die Jungen sollten nach einer sicheren Bindungsphase, so früh wie möglich an jegliche Geräusche, Untergründe, Situationen und Gelände gewöhnt werden. Auch ein Heranführen an Wasser kann der Rasse nicht schaden. Ebenso werden kurze Autofahrten unternommen. Anschließend können in den ersten Wochen und Monaten Schleppen mit Futter und Hase durchgeführt werden.

 

Die ersten sechs Lebensmonate lernt der Hund somit durch Futter und verschiedene Haarwildschleppen tief mit der Nase zu arbeiten. Später kann auch mit den ersten kurzen Schweißfährten begonnen werden. Das absolute Augenmerk im ersten Lebensjahr liegt jedoch auf der Ausarbeitung von Hasenschleppen und der warmen Hasenfährte im Revier.

 

Ein Arbeiten auf Sicht ist dringlichst zu vermeiden, ebenso ein Durchgreifen mit übertriebener Härte bei dieser Rasse. Das Arbeiten auf Rehwild sollte im ersten Lebensjahr nicht in die Tiefe gehen. Warme Rehwildfährten sind tabu. Zur selben Zeit wird der Hund langsam und mit sicherem Abstand an den Schrotschuss herangeführt. 

Im Alter von 6-21 Monaten kann der Hund bei der Anlagenprüfung seine Schussfestigkeit und Willen des Spurlauts auf Hase oder Fuchs unter Beweis stellen. Die weitere Ausbildung in die Tiefe für eine gute Brackade und längere Schweissarbeit erfolgt anschließend und wird zusammen mit der Revierführigkeit ab dem 15. Lebensmonat geprüft (Gebrauchsprüfung).

LITERATUR

Wir möchten diesbezüglich folgende Literatur empfehlen: 

 

„Einschulung der Bracke auf Hase und Fuchs und die Arbeit der Bracke nach dem Schuss“

Richard Saurwein, Klub Tirolerbracke.

 

„Darum Bracken! Der ideale Hund für Bewegungsjagd und Nachsuche“
Erich Pitzl, Stocker Verlag.

 

Grundregeln für die Jagdausbildung des jungen Laufhundes, Homepage des Schweizer Laufhundclubs.

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DIE LAUTE JAGD

Der Schweizer Laufhund ist eine Brackenart, der spurlaut vor allem Hase, Fuchs, und gelegentlich Schalenwild jagt. Gezüchtet wird die Rasse vor allem in der Schweiz für die Brackade auf Hase im schwierigen Gelände. Sobald der Hund die frische Witterung des Wildes in der Nase hat, den Hasen “hebt“, jagt er das Wild mit tiefer Nase und wohlklingendem Laut, meist mit großem Abstand vor sich her und im großen Bogen zurück zum HundeführerIn (brackieren). In Frankreich und Italien wird der Juralaufhund gerne für Bewegungsjagden auf Wildschweine gezüchtet.

 

Bei der jagdlichen Verwendung in Österreich liegen die Vorzüge des Schweizer Laufhundes sowohl in der Nachsuche, als auch bei der Verwendung bei Riegeljagden. Aber auch in unseren Nachbarländern Deutschland und Tschechien wird die Rasse zum Brackieren, Nachsuchen, und bei Bewegungsjagden eingesetzt.

Die „laute Jagd“ mit ihrem langandauernden Hundegeläut wird meist ab Oktober auf Hase durchgeführt. Dabei wird oft in kleinen Gruppen und unter Freunden stundenlang dem Niederwild in den Berghängen nachgestellt. Gejagt wird hierbei hauptsächlich für den Kochtopf des „kleinen Mannes“ und um des Arbeitens mit dem Hunde Willen. Besonders anspruchsvoll und schwierig für den Hund gilt dabei die Brackade auf den Schneehasen, da der Hase sich in unwegsamen Gelände aufhält und den Hund auf kurze Distanz herankommen lässt, um dann erneut wieder im Wald seine Haken zu schlagen. Diese Art der Jagd, die natürlich in Zusammenarbeit mit der Hege und Pflege der Niederwildbestände, vor allem in den tieferen Feld- und Flurgebieten einhergeht, ist ein schöner Kontrast zu unserem sonst so rational, technisch geprägten und schnelIlebigen Alltag. 

Im jagdlichen Gebrauch gilt jedoch die Regel: „Der Vorstehhund jagt für den Jäger, der Laufhund für sich selbst“. Dies ist bei der Ausbildung von Laufhunden und Bracken zu berücksichtigen. Wenn Laufhunde ihre jagdliche Passion ausleben dürfen, sind sie intelligente, freundliche und kinderliebe Familienhunde.

Gegenwärtig können Schweizer Laufhunde in Österreich folgende Prüfungen im Rahmen der Österreichischen Prüfungsordnung für Bracken (BPO) und Laufhunde der FCI Gruppe 6 ablegen: Im Alter von 6-21 Monaten kann der Hund bei der Anlagenprüfung seine Schussfestigkeit und Willen des Spurlauts auf Hase oder Fuchs unter Beweis stellen. Die weitere Ausbildung in die Tiefe für eine gute Brackade und längere Schweißarbeit erfolgt anschließend und wird zusammen mit der Revierführigkeit ab dem 15. Lebensmonat geprüft (Gebrauchsprüfung). Weitere Sonderprüfungen wie auf Schweiß sind ebenfalls möglich.